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25.05.2012 20:00 18.05.2012 20:00
TNL Uhu's
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LZN Weixdorf Tigers 1997 LZN Weixdorf Tigers 1997
Stand: 15.05.2012
Spieltechnik Drucken E-Mail

Natürlich kann man Darts auch "just for fun" spielen und einfach die Darts auf die Dartscheibe werfen. Das möchte ich allerdings eher mit "Pfeilewerfen" bezeichnen. Treffer sind die Seltenheit. Der Spaß am Spiel wächst aber mit zunehmender Treffsicherheit und die kommt erst mit einer entsprechenden Spieltechnik.

Es gibt viele Techniken die Stück für Stück zu erlernen sinnvoll sind, angefangen beim Stehen an der Wurflinie, das Anfassen des Dart, bis zum Wurf selbst und einer entsprechend guten Wurfstrategie. Bleibt noch zu erwähnen, dass ohne Übung natürlich kein Fortschritt zu erzielen ist.

Entscheidend ist aber nicht welche Technik man sich aneignet, sondern das man sich eine Technik aneignet und diese über lange Zeit beibehält. Wichtig ist nur, dass man zunächst einmal verschiedene Techniken ausprobiert, um die eine zu finden, die einem am Besten erscheint. Nur diese eine Technik verhilft einem dann zum Erfolg.

Der Stand
Für konstant gute Würfe ist ein guter, sicherer Stand äußerst wichtig. Die Position zur Dartscheibe sollte immer die gleiche sein, um durch immer gleiche Wurftechnik seine Darts immer exakt gleich platzieren zu können.

Eventuell muss die Wurfposition aber doch mal geändert werden, wenn beispielsweise ein Dart bereits den Weg zum gewünschten Trefferfeld blockiert. In dem Fall ist es dann empfehlenswert doch einen kleinen Schritt nach links oder rechts zu gehen.

Man sollte beim Stehen an der Wurflinie mit beiden Füßen fest auf dem Boden stehen, ohne aber dabei zu verkrampfen.

Einige Dartspieler stehen mit beiden Fußspitzen an der Wurflinie, andere mit beiden Füßen parallel zur Wurflinie. Optimal erscheint mir eine Wurfposition, die leicht geöffnet und ungefähr 45 Grad zur Wurflinie ist.

Es bleibt jetzt jedem selbst überlassen sich darüber hinaus noch mit dem ganzen Körper etwas über die Wurflinie zu beugen. Dadurch verlagert sich das Gewicht etwas auf das Standbein. Die Entfernung zur Dartscheibe verkürzt sich etwas, der Stand wird aber auch unsicherer und wackeliger.

Ach ja, bevor ich es vergesse : Rechtshänder haben das rechte Bein als ihr Standbein, Linkshänder das linke. Andersherum funktioniert das alles nicht!

Anfassen der Darts
Auch hier ist es wichtig, dass man den Dart immer gleich in die Hand nimmt. Nur wer im Schlaf seine Darts in die Hand nehmen kann wie er es auch beim Spiel macht, der kann auch zielsicher treffen.

Zunächst sollte jeder seine Darts kennenlernen. Dazu nimmt man einen Dart in die Hand und legt ihn parallel zum Erdboden auf die Finger. So sucht man den Schwerpunkt. Habe ich den Schwerpunkt gefunden, weiß ich fast automatisch wie ich den Dart anzufassen habe.

Hier sieht man die tollsten Methoden einen Dart anzufassen. Einige lassen es nicht einmal vermuten, dass der Dart überhaupt an der Scheibe ankommt, ganz zu schweigen davon, dass er auch sein Ziel trifft.

Ich bevorzuge einen Griff, bei dem der Daumen am Schwerpunkt liegt, während der Zeigefinger sich etwas dahinter und der Mittelfinger fast an der Dartspitze befindet.

Der Wurf
Der Wurf findet durch eine kräftige Bewegung im Ellenbogen statt. Dabei bewegt sich nur der Unterarm in Richtung der Dartscheibe vorwärts. Handgelenk und Oberarm bleiben in ihrer anfänglich eingenommenen Lage.

Der Oberarm sollte nach Möglichkeit beim Wurf auf die Tripple 20 immer parallel zum Erdboden sein. Um Treffer in den anderen Bereichen der Dartscheibe zu erzielen, variiere ich dann nur noch die Lage des Oberarms. Die Wurfbewegung bleibt gleich.

Die Vorwärtsbewegung des Unterarms sollte so gleichmäßig wie nur möglich stattfinden. Nur so kann man den Dart immer zum gleichen Zeitpunkt aus seinen Fingern freigeben.

Die Wurfstrategie
Die beste Technik nützt einem überhaupt nichts, wenn letztendlich die Wurfstrategie nicht stimmt. Der Profi wird natürlich immer versuchen mit der höchstmöglichen Punktezahl (180 = 3 * Tripple 20) schnell auf eine niedrige Punktezahl zu kommen, die es ihm ermöglicht, das Spiel schnell zu beenden.

Der Anfänger erreicht da aber häufig Punktezahlen wie beispielsweise 26 (1, 20, 5), oder sogar noch weniger, beim Wurf auf die Tripple 20. Dies liegt an der Anordnung der Punktewerte auf der Dartscheibe. Neben den hohen Punktezahlen finden sich immer die kleinen. Daher empfehle ich dem Anfänger zunächst auf den linken unteren Teil der Dartscheibe zu zielen, da hier relativ hohe Punktewerte nebeneinander angeordnet sind (19, 7, 8, 16, 11). Sind diese Zahlen relativ sicher, sollte intensiv der Wurf auf die Tripple 20 geübt werden.

Aber auch wenn die 20 kein Problem mehr darstellt, ist Strategie gefragt. Je besser man in einem Spiel meine Punktezahl mitrechnet, desto schneller und sicherer kann man das Spiel für sich entscheiden.

Habe ich z.B. noch 106 Punkte Rest, so weiß ich, dass ich Tripple 18, 20 und Double 16 zu werfen habe. Bei 56 Punkten ziele ich Tripple 8 und Double 16. Verfehle ich jeweils den ersten Dart in das einfache Feld anstelle des Tripple, kann ich trotzdem noch die Spiele mit den nächsten zwei Darts beenden.

Es gibt Spielvarianten, die es erfordern, dass der erste Dart, mit dem die Punkte gezählt werden, in einem Doublefeld stecken muss. Die einfachsten Doublefelder befinden sich am linken und rechten Seitenrand der Dartscheibe (14,11,8 und 13,6,10). Dies liegt daran, dass die Wurfhöhe die schwierige Komponente ist, die Richtung aber relativ leicht zu halten ist.

Das Üben
Alle aufgeführten Tipps nützen natürlich nur dann etwas, wenn man so häufig wie nur irgend möglich übt. Sinnvoll ist eine Dartscheibe in der eigenen Wohnung aufzuhängen, um eine hohe Übungsfrequenz erzielen zu können. Die Dartscheibe in der Wohnung ist zudem sehr dekorativ.

Nicht zu vergessen sind aber auch die vielen Spiele in den Pub's. Aus den Niederlagen gegen extrem gute Spieler kann man hier am meisten lernen und profitieren. Früher oder später wandeln sich dann die Niederlagen aufgrund der verbesserten Spieltechnik in die, ach so schönen, Erfolge um.

Wir wünschen allen Dartspielern viel Glück und "Good Darts" dabei!

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 03. April 2007 um 11:20 Uhr